Wie ist ein Dach aufgebaut?

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Ein ansprechend gestaltetes Dach ist nicht nur die Zierde eines Gebäudes, es übernimmt wichtige Funktionen. Einerseits bietet es dem Gebäude und seinen Bewohnern Schutz vor den Witterungseinflüssen wie Regen, Wind und Schnee. Die zweite wichtige Aufgabe ist die Regulierung des Wärmehaushalts. Während der Heizperiode sorgt die Dämmung des Daches dafür, dass keine wertvolle Heizenergie entweichen kann. Im Sommer bietet das Dach Schutz vor eindringender Hitze. In diesem Artikel erfahren Sie mehr darüber, wie ein Dach aufgebaut ist, welche Möglichkeiten zur Dachdeckung es gibt und worauf Sie beim Dachaufbau besonders achten sollten.

 

Was ist eine Dachkonstruktion?

Als Dachkonstruktion oder Dachstuhl werden die tragenden Teile eines Daches bezeichnet. Die Dachkonstruktion besteht aus Sparren, Pfetten und weiteren Elementen, die dem Dach seine Form geben. Die Dachkonstruktion oder das Dachwerk wird in den meisten Fällen aus Holz hergestellt und dient dem Dach als Unterbau. Die Dachkonstruktion muss so dimensioniert sein, dass sie sowohl das Eigengewicht als auch das Gewicht der Dachdeckung trägt. Zusätzlich muss der Dachstuhl die Belastungen durch die Witterungseinflüsse wie Wind- und Schneelast aushalten.

Damit eine Dachkonstruktion dauerhaft ihre Funktion erfüllt, muss jedes einzelne Teil gewissenhaft berechnet werden. Diese Aufgabe übernimmt ein Architekt oder ein Statiker. Nach den Plänen des Architekten wird die Dachkonstruktion dann von einem industriellen Produktionsbetrieb oder einer Zimmerei hergestellt. Aufgebaut wird eine Dachkonstruktion in der Regel von Zimmerleuten.

 

Woraus besteht die Dachdeckung?

Wenn es um den Aufbau des Dachs geht, tritt der Dachdecker auf den Plan. Er kümmert sich um die Isolierung des Daches und deckt es ein. Ein weit verbreiteter Dachaufbau ist das zweischalige Dach, auch Kaltdach genannt. Beim Kaltdach ist die Dachhaut durch einen Luftspalt von der Dämmschicht getrennt.

Aufbau eines Kaltdaches:

  • Dampfbremse
  • Dämmung
  • Unterkonstruktion
  • Dachhaut

Dampfbremse

Das unterste Element eines Dachaufbaus ist eine Dampfbremse. Dabei handelt es sich um eine Folie, die Teil der luftdichten Hülle des gesamten Gebäudes ist. Die Dampfbremse oder -sperre soll verhindern, dass warme Raumluft in die Dämmung eindringt, dort abkühlt und es zur Bildung von Kondenswasser kommt. Wasseransammlungen in der Dämmschicht bergen durch die Bildung von Schimmel und anderen Mikroorganismen nicht nur die Gefahr von Schäden an der Gebäudesubstanz, sie können auch die Gesundheit der Bewohner ernsthaft gefährden.

Dämmung

Je nach baulichen Gegebenheiten kann die Dämmung auf dreierlei Art eingebracht werden

Untersparrendämmung

Bei der Untersparrendämmung wird die Dämmschicht unterhalb der Dachsparren verlegt. Auf diese Weise kann eine vollflächige Dämmschicht ohne Wärmebrücken hergestellt werden. Dieser Dachaufbau ist vergleichsweise kostengünstig, aber auch mit Raumverlust im Dachgeschoss verbunden.

Zwischensparrendämmung

Bei der Zwischensparrendämmung werden die Dämmelemente in die Zwischenräume der Sparren eingepasst. Der Raumverlust im Dachgeschoss kann dadurch vermieden werden, jedoch kann es zur Ausbildung von Wärmebrücken entlang der Sparren kommen.

Aufsparrendämmung

Die Aufsparrendämmung ist die effizienteste, aber auch die kostspieligste Art der Dachdämmung. Die Dämmschicht wird oberhalb der Dachsparren vollflächig verlegt. Bei diesem Dachaufbau kommt es weder zu Raumverlust noch zur Ausbildung von Wärmebrücken.

Die Dämmung wird von einer diffusionsoffenen Unterspannbahn abgeschlossen. Die Unterspannbahn soll sicherstellen, dass überschüssige Feuchte aus dem Dachaufbau entweichen kann. Auf der anderen Seite muss sie das Eindringen von Niederschlagswasser in die Dämmung zuverlässig verhindern.

Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion der Dachhaut besteht aus der Konterlattung, die über der Dampfbremse auf den Dachsparren angebracht wird. Im Bereich der Konterlattung wird ein mindestens zwei Zentimeter hoher Luftspalt hergestellt, durch den die Außenluft von der Traufe in Richtung Dachfirst strömen kann. Mit dem Luftstrom wird überflüssige Feuchtigkeit aus dem Dachaufbau abgeleitet.

Über der Konterlattung folgt die Traglattung. Sie dient der Befestigung der Dachhaut. Anstelle der Lattung kann auch eine Schalung hergestellt werden. Dabei handelt es sich um eine vollflächige Lage aus Holz oder Holzwerkstoffen. Die Schalung räumt dem Dachdecker mehr Flexibilität bei der Befestigung der Deckelemente ein, wenn der Dachaufbau beispielsweise mit einer hochwertigen Dachhaut aus Schiefer abgeschlossen werden soll.

 

Welche Möglichkeiten der Dachdeckung gibt es?

Die nach wie vor populärste Variante, wenn es um das Eindecken eines Daches geht, ist eine Dachhaut aus Tondachziegeln. Dachziegel aus Ton gibt es in einer Fülle unterschiedlicher Formen und mittlerweile auch Farben. Der Aufbau eines Daches aus Tondachziegeln ist vergleichsweise preisgünstig und hält im Durchschnitt etwa 40 bis 50 Jahre. Neben Tonziegeln werden auch Dachsteine aus Beton zur Dacheindeckung verwendet.

Andere Möglichkeiten, um sein Dach mit einer wetterfesten Dachhaut zu versehen, sind unterschiedliche Bleche wie beispielsweise Aluminium-, Kupfer- oder Zinkblech. Zudem erfreut sich Schiefer einer anhaltend großen Beliebtheit bei der Dachdeckung.

 

Welche Vorteile bietet Schiefer als Dachdeckung?

Auf den ersten Blick handelt es sich beim Schiefer um keine besonders preiswerte Variante der Dachdeckung. Werden jedoch Lebensdauer und Wartungsaufwand mit in das Kalkül einbezogen, kann sich das Blatt schnell wenden. Ein fachgerecht hergestelltes Schieferdach überdauert ohne Weiteres 100 Jahre und mehr. Dabei beschränken sich die Wartungsarbeiten auf ein Minimum. Schiefer ist ein rein natürlicher Baustoff ohne jegliche Zusätze und aufgrund seiner vielen Formate so vielseitig wie kein anderes Bedachungsmaterial.

 

Wie wird eine Dachdeckung aus Schiefer hergestellt?

Die Dachdeckung mit Schiefer setzt insbesondere bei den aufwendigen Deckarten wie der Altdeutschen Deckung ein hohes Maß an Fachwissen und Erfahrung voraus. Dementsprechend hoch sind der Arbeitsaufwand und die Herstellungskosten für eine Dachhaut aus Schiefersteinen.

Um den Anforderungen der modernen Architektur Rechnung zu tragen, wurden zeitgemäße Deckbilder entwickelt, die sowohl mit einem reduzierten Materialbedarf beim Aufbau des Daches auskommen als auch unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte verlegt werden können. Als besonders wirtschaftlich haben sich Deckarten herausgestellt, die mit einem einzigen Format von Schiefersteinen auskommen. Sämtliche Deckelemente haben die gleiche Form und auch die gleiche Größe.

 

Gibt es Dachaufbau-Systeme?

Mit einem neuen Schiefersystem geht Rathscheck Schiefer noch einen Schritt weiter und bietet ein komplettes System aus Unterkonstruktion und Deckelementen an. Die Unterkonstruktion des Dachaufbaus besteht aus einfach zu verlegenden Metalltragprofilen, die dann mit gleichförmigen Schiefersteinen eingedeckt werden. Dank der wasserführenden Verbindungselemente kann auf die übliche doppelte Überdeckung verzichtet werden, wodurch sich der Zeit- und Materialaufwand der Eindeckung erheblich reduziert. Auf diese Weise lässt sich der Dachaufbau rationell gestalten, ohne an Funktionalität oder optischer Attraktivität zu verlieren. Ein weiterer attraktiver Aspekt des Rathscheck Schiefer-Systems ist die flächenbündige  Implementierung von Solar-Modulen. Anstelle der Schiefersteine können Solarzellen in die Dachhaut eingefügt werden. Anders als bei herkömmlichen Fotovoltaik-Anlagen, die auf der Dachhaut montiert werden, fügen sich die Module nahtlos in die Dachhaut ein und sorgen für ein ansprechendes Gesamtbild.

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 © Bild: Rathscheck Schiefer