Welche Dachbedeckung können Sie für Ihr Haus nutzen?

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 Die Vielfalt bei der Dachbedeckung ist für einen unerfahrenen Bauherrn erst einmal erschlagend. Doch auch Profis wissen um die vielen Vor- und Nachteile, welche die Entscheidungsfindung nach dem richtigen Material beeinflussen. Neben der Auswahl nach persönlichen Vorlieben entscheiden auch die Witterung, die Dachneigung und natürlich die Form des Dachs über die ideale Dacheindeckung. Die in Deutschland gängigsten Formen sind das Flachdach, das Satteldach und das Pultdach. Diese Dachbedeckungen werden oft genutzt: 

  • Tonziegel
  • Betonsteine
  • Schiefer
  • Metall
  • Reet

 Die Frage, welche Dachabdeckung die beste ist, ist aufgrund der unterschiedlichen Qualitäten der Materialien schwer zu beantworten. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die Ihnen gebotenen Möglichkeiten.

 

Welche Eigenschaften haben die Dachbedeckungen?

 Grundsätzlich wird bei der Dacheindeckung zwischen weicher Deckung, etwa Reet oder Holz, und harter Deckung, wie Schiefer oder Ton, unterschieden. Die gängigsten Materialien in Mittel- und Nordeuropa sind Ton, Beton und Schiefer. Aufgrund der harschen und oft regnerischen Wetterbedingungen in diesen Gegenden werden harte Materialen bevorzugt.


Schon gewusst?

Der Begriff ‚Dachziegel’ beschreibt immer Dachdeckungen aus dem Material Ton. Die Bezeichnung ‚Stein’ hingegen wird für Schiefer und Beton genutzt. Eine ‚Dachpfanne’ hingegen beschreibt eine spezielle Form des Dachziegels oder Dachsteins.


Auch im Norden Deutschlands ist es möglich, Dachdeckungen aus weichen Naturmaterialien zu finden, wie etwa traditionelle Seegrasdächer oder Reetdächer.

 Harte Deckungen haben eine längere Lebensdauer. Wenn Sie sich also fragen, welche Dachbedeckung am längsten hält, da Sie Wert auf eine wirtschaftliche Bauweise legen, sollten Sie Dachziegel, Betonsteine oder Schiefer für Ihr Dach wählen.

 Tabelle Dachbedeckung rathscheck schiefer

Zwar ist Schiefer in der Anschaffung das teuerste Material, allerdings relativieren sich die Kosten durch die Langlebigkeit sowie die geringen Wartungskosten schnell. Ein Schieferdach strahlt zudem zeitlose Eleganz aus, die mit allen Stilrichtungen kombinierbar ist. Nachträgliche Renovierungen an Ihrem Haus bedeuten somit keinen Stilbruch, wie es Ihnen mit einer Dacheindeckungaus Ton oder Beton passieren könnte.

Als Naturmaterialien sind Ton und Schiefer zudem fast selbstreinigend und benötigen, anders als Betonsteine, keine zusätzliche Schutzschicht.

Ein großer Unterschied zwischen den drei Materialien ist die Farbvielfalt. Betondachsteine gibt es in erdenklich vielen Farben, jedoch wird den Steinen die Farbe durch Farb- oder Kunststoffpigmente beigefügt. Dadurch können sie die Farbigkeit schneller verlieren. Ähnlich ist es auch bei Tonziegeln, welche einen glasierten, farbigen Überzug erhalten können. Allerdings gibt es auch natürlich gefärbte Tonziegel, die die Farbe nicht schnell verlieren. Schiefersteine haben immer eine natürliche Färbung, die von hellem Blau-Grau über Schwarz bis hin zu Grün und Rotreichen kann. Dem Naturstein wird dabei keine Chemie beigemischt.

Welche Verlegetechniken gibt es?

 Eine diverse Ästhetik wird durch die unterschiedlichen Formen und Farben der Ziegel und Steine erreicht. Betondachsteine unterscheiden sich hauptsächlich durch die Form der Mittelwulst. Dachziegel hingegen haben variable Formen, wie etwa rautenförmig, gerade oder abgerundet.

Bei Schiefer verhält es sich ähnlich, doch gibt es hier mit gleichen Formen unterschiedliche Deckarten. So sehen abgerundete Schiefersteine in einer Universal-Deckung anders aus als abgerundete Steine einer Bogenschnitt-Deckung. Dadurch können Sie Ihr Dach individuell gestalten und dem Rest Ihres Hauses perfekt anpassen.

Bei Schieferdächern wird zwischen neun unterschiedlichen Deckungen unterschieden:

  1. Altdeutsche Deckung
  2. Altdeutsche Doppeldeckung
  3. Wilde Deckung
  4. Rechteck-Doppeldeckung
  5. Dynamische Rechteck-Doppeldeckung
  6. Schuppen-Deckung
  7. Bogenschnitt-Deckung
  8. Universal-Deckung
  9. Spitzwinkel-Deckung

Wichtig zu beachten ist die Regeldachneigung. Das gängige Satteldach hat eine Dachneigung von 45 Grad und kann mit jeder Dachbedeckung eingedeckt werden. Schiefer kann, mithilfe eines geeigneten Unterdachs, bereits ab einer Neigung von 22 Grad verlegt werden. Dachsteine aus Beton können mit geeignetem Unterdach ab einer Neigung von 7 Grad verlegt werden, Tonziegel hingegen ab einer Neigung von16 Grad.

 Was ist das Rathscheck Schiefer-System?

Das Rathscheck Schiefer-System ist eine neue, patentierte und effiziente Methode, Schiefer auf Dächern zu verlegen. Das System besteht aus verzinkten Tragprofilen, die horizontal angeordnet und am Dachstuhl befestigt werden. Wasserführende Verbindungselemente rasten vertikal in die Profile ein. Dadurch, dass die Schiefersteine nicht mehr seitlich überlappen, müssen Sie weniger Schiefer verwenden um Ihr Dach vollständig zu decken. Die Verbindungselemente fungieren gleichzeitig auch als Wasserableitungskanäle.

Die Schiefersteine werden dann in rostfreie Edelstahlhaken an die Verbinder eingehangen.

Ein großer Vorteil des Rathscheck Schiefer-Systems ist, dass Sie Solarpaneele flächenbündig in die Dachbedeckung einbauen können. Dadurch entfällt die oftmals unästhetische Konstruktion auf dem Dach. Zudem sind die Solarpaneele optisch auf das Schieferdach abgestimmt, sodass sie kaum auffallen.

Ihr Schieferdach ist durch das Installationssystem außerdem leichter als bei herkömmlichen Verlegetechniken, da weniger Material verwendet werden muss. So ist die Installation schneller und kostengünstiger.

Die Verlegung der Schiefersteine ist ab einer Dachneigung von 25 Grad möglich. Zudem können Sie aus drei verschiedenen Steinformaten wählen um Ihrem Schieferdach eine individuelle Optik zu verleihen.

 JETZT DEN RATGEBER HERUNTERLADEN!

 © Bild: Rathscheck Schiefer