Naturstein Schiefer: Was macht ihn so beliebt?

Naturstein Schiefer_Rathscheck

Naturschiefer ist ein seit Jahrhunderten beliebtes Baumaterial, das sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden kann. Umweltbewusste Hausbauer erfreut der Naturstein Schiefer nicht nur durch die lange Lebensdauer, sondern auch durch den emissionsarmen Abbau und Transport.

Gerade Schieferplatten aus Deutschland, wie etwa Moselschiefer aus der Region um Mayen, erweisen sich als besonders ökologisch wertvoll. Im weiteren Verlauf erfahren Sie, warum der Naturstein Schiefer sich großer Beliebtheit erfreut, welche Eigenschaften er besitzt und wie er angewandt werden kann.

 

Warum ist der Naturstein Schiefer so beliebt?

Als Produkt der Natur bietet Schiefer den besonderen Vorteil, dass er ökologisch abbaubar ist. Dadurch kann er problemlos entsorgt werden. Der Naturstein Schiefer zeichnet sich außerdem durch gute Spaltbarkeit aus. Durch Deformation bei der Schieferherstellung entstehen parallele Flächen, an denen der Stein in Schieferplatten geschnitten werden kann. So wird sichergestellt, dass die Platten trotz ihrer Individualität einfach und effizient verarbeitet werden können.

Eine weitere Besonderheit des Natursteins Schiefer ist, dass die Schiefer-Farben natürlich in zahlreichen Varianten vorkommen:

  • Schwarz
  • Grau
  • Blaugrau
  • Graugrün
  • Gelblich
  • Rötlich
  • Violett
  • Multicolor

Traditionell werden Dächer mit dunklen Schieferplatten gedeckt, wohingegen Häuserwände oftmals mit Schieferplatten in unterschiedlichen Farben erstrahlen.

Schieferplatten sind außerdem beliebt, da sie besonders pflegeleicht und wasserabweisend sind. Eine Reinigung des Schieferdaches ist deswegen nicht notwendig, da Patina und Moosbewuchs die Lebensdauer des Schiefers nicht beinträchtigen. Die Reinigung aus rein ästhetischen Gründen sollten Sie von einem Fachmann ausführen lassen, da es ein hohes Risiko birgt. Zudem kann es passieren, dass durch eine unsachgemäße Hochdruckreinigung Schmutz und Dreck in kleine Zwischenräume gerät und so der Dachdeckung schadet. Achten Sie darauf, dass Ihr Fachpersonal den Schiefer nicht mit chemischen Reinigern bearbeitet.

Aufgrund der natürlichen Beschaffenheit muss Schiefer zudem nicht immer imprägniert werden. Manche Arten von Schiefer, wie Ölschiefer und Fruchtschiefer, sind auch nicht zur Imprägnierung geeignet. Hierbei kommt es auf die Art des Schiefers sowie seine Verwendung und Umgebung an. Schieferböden und Schieferdächer müssen anderen Gegebenheiten standhalten, weswegen Sie den Imprägnierungsvorgang individuell auf Ihre Bedürfnisse und den Verwendungszweck Ihres Schiefers anpassen müssen.

Des Weiteren bietet der Naturstein Schiefer einen guten Kontrast zu anderen Baumaterialien, wie etwa Glas, Keramik oder Beton. Dadurch passt er sich jedem Zimmer oder der Außenfassade jedes Hauses an und komplementiert bereits Vorhandenes. 

Die lange Lebensdauer des Schiefers hebt zudem die Anschaffungskosten auf, sodass Schiefer in der Langzeitbetrachtung ein günstiger und wirtschaftlich sinnvoller Naturstein ist. Hinzu kommt, dass der Verbau von Schieferplatten den Wert einer Immobilie steigert.

Wo und wie wird Schiefer abgebaut?

Der Naturstein Schiefer ist ein metamorphes Gestein, welches aus Tonstein entsteht. Hoher Druck und hohe Temperaturen falten die Tonschichten, wodurch die typische Struktur des Schiefers entsteht.

Der Stein wird dann mithilfe von modernen Maschinen entlang der Falzen als Block herausgesägt. Die groben Schnittarbeiten werden von einer Diamantsäge durchgeführt, aber formende Bearbeitungen sowie die Spaltung der Blöcke wird in Handarbeit erledigt. Dadurch ist der Abbau von Schiefer besonders emissionsarm.

Wenn Sie auf Schiefer aus Deutschland setzen, wie etwa aus dem Moselgebiet oder dem Hochsauerland, dann ist auch der Transport des Gesteins ökologisch wertvoll. In Europa sind Spanien und Frankreich die größten Lieferanten von Schiefer, sodass hier die Emission höher ist, jedoch geringer als vergleichbare Dachdeck- oder Fassadenverkleidungsmaterialien.

Wo kann Schiefer eingesetzt werden?

Die Einsatzmöglichkeiten des Natursteins Schiefer sind zahlreich:

  • Fassadenverkleidung
  • Dachdeckung
  • Innenräume, besonders Badezimmer
  • Bodenbelag
  • Garten- und Landschaftsbau
  • als Alltagsobjekte (Wetzstein, Serviertablette, Tischplatte)

Schiefer eignet sich gut als Dachdeckung sowie für Außenfassaden, da das Material witterungsbeständig und wetterresistent ist.

Dank der neuartigen Verlegetechnik des Rathscheck Schiefer-Systems werden bei der Dachdeckung weniger Schieferplatten als bisher verwendet. Dadurch ist diese Art der Dachdeckung effizient, schnell und preisgünstig.


Das Rathscheck Schiefer-System funktioniert wie folgt
:

  1. Die Metalltragprofile werden, wie bei einem gewöhnlichen Ziegeldach, auf einer Konterlattung angebracht.
  2. Wasserführende Verbinder werden als ineinandergreifendes Raster zwischen den Tragprofilen festgesteckt.
  3. Die Schieferplatten werden im Halbverband eingehängt und durch rostfreie Edelstahlhaken festgehalten.


Die Vorteile des Systems liegen nicht nur in der einfachen Verlegetechnik, sondern auch in der Möglichkeit, Solarpaneele flächenbündig zu integrieren. Anders als bei gewöhnlichen Deckarten werden sie nicht auf das Dach gesetzt, sondern fügen sich direkt in die Dachdeckung und somit in die Ästhetik des Hauses ein.

Welche Eigenschaften besitzt der Naturstein Schiefer?

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Eines der größten Probleme an Schieferplatten ist, dass es eine hohe Variation an Schieferfarben gibt. Selbst innerhalb einer Farbgruppe können sich Farben stark unterscheiden. Dies liegt daran, dass Schiefer ein Natursteinist und deswegen natürliche Abweichungen aufweist.

Sie sollten Schiefer immer aus dem gleichen Vorkommen verwenden, damit Ihre Dachdeckung oder Wandgestaltung nicht fleckig wird. Schiefer aus gleichem Vorkommen bedeutet, dass die geologischen Gegebenheiten gleich sind und sich der Naturstein Schiefer deswegen gleich entwickelt und bildet. Farbvariationen werden minimiert. So garantieren Sie, dass Ihr Bauprojekt gleichmäßig aussieht und keine unterschiedlichen Strukturen aufweist.

 


Tipp: Um eine gleichmäßige Farbbalance zu gewährleisten, sollten Sie Schiefer aus mehreren Paletten abwechselnd verwenden.


 

Zu den Eigenschaften von Schiefer zählt die natürliche Wasserresistenz. Dadurch kann es problemlos im Innen- sowie Außenbereich angebracht werden. Es eignet sich gut als Boden- oder Wandfliese in Badezimmern oder als Spritzschutz hinter dem Herd.

Hinzu kommt die Feuerresistenz des Natursteins. So müssen Sie sich nicht so viele Gedanken um den Sicherheitsabstand zum Haus Ihres Nachbarn machen, da Sie und Ihr Haus dank der Schieferplatten bestmöglich geschützt sind. Aufgrund dieser Eigenschaft werden kleine, dünnere Platten auch häufig als Essenstabletts oder Untersetzer für heißes Geschirr genutzt.

Da der Schiefer ohne Beimischung von Chemikalien produziert wird, kann er ganz einfach entsorgt werden. Kaputte Schieferplatten können somit entweder unbedenklich in den Müll geworfen werden oder dienen sogar als Auffüllmaterial für Blumenbeete, ähnlich wie Kies.

Die schlichte Eleganz des Natursteins verbindet sich optimal mit unterschiedlichen Einrichtungsstilen, weswegen Schieferplatten auch im Nachhinein im Falle einer Modernisierung oder Renovierung eingebaut werden können.

 

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© Bild: Rathscheck Schiefer