Kann ich mein Dach selber decken oder sollte ich Profis beauftragen?

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Gerade bei einem Neubau werden Sie möglichst wirtschaftlich und emissionsarm bauen. Vielleicht haben Sie sich sogar überlegt, dass Sie Ihr Dach selber bauen oder selber decken möchten, um Kosten zu sparen. Beim Dachbau oder der Dachdeckung in Eigenleistung gibt es jedoch viele Punkte zu beachten, wie etwa Dachneigung, Dämmung oder den Garantieanspruch, der beim Eigenbau nicht vorhanden ist.

Finden Sie hier heraus, ob Sie Ihr Dach selber decken sollten und was bei jeglichen Dach-Ideen beachtet werden sollte.

 Sollten Sie Ihr Dach selber decken/selber bauen oder Profis beauftragen?

Als Laie sollten Sie sich nicht daran wagen, Dacharbeiten eigenständig durchzuführen. Egal, ob es darum geht, den Dachstuhl zu bauen oder die Dacheindeckung mit Schiefer, Tonziegeln oder Betonstein zu gestalten – ziehen Sie einen Experten zu Rate.

Eine gewisse handwerkliche Vorkenntnis ist definitiv hilfreich, sollten Sie sich zum Dachbau oder zur Dachdeckung in Eigenleistung entscheiden. Mitunter gibt es bestimmte Dachstuhlarten auch als Bausatz im Baumarkt, sodass Sie sich Ihre Balken nicht alle einzeln kaufen müssen. Das erspart Ihnen jedoch nicht, dass Sie die Größe Ihrer Dachfläche sowie die Menge Ihrer Materialien selbst berechnen müssen. Zudem besteht ein Dach aus vielen verschiedenen Teilen, deren Bau und Zusammensetzung nicht zu unterschätzen ist:

  1. Dachstuhl/Dachkonstruktion
  2. Dämmung
  3. Dachhaut/Dachdeckung
  4. Traufe/Regenrinne
  5. Dachfenster
  6. eventuelle Dachaufbauten oder Dacheinschnitte
  7. Solaranlagen

Auch den Bausatz sollten Sie mit professioneller Hilfe zusammensetzen. Zumindest sollte ein Statiker an dem Projekt beteiligt sein, der letztendlich das Dach abnimmt. Ansonsten können Sie Probleme mit dem Bauamt bekommen und Ihr Bau wird nicht genehmigt. Zudem steigert die Hilfestellung durch einen Statiker Ihre Sicherheit.

 Wenn Sie Ihr Dach selbst decken, sollten Sie ebenfalls einen Facharbeiter zurate ziehen. Dieser kann Ihnen mögliche Fehler aufzeigen und Sie so davor bewahren, dass Ihr Dach undicht ist oder sich Schindeln durch starken Wind lösen.

 Wichtig zu beachten ist auch die Dämmung, die Sie unter Ihrer Dacheindeckung mit Schiefer wählen. Da diese besonders dicht, wetterfest und langlebig sein sollte, lohnt es sich, einen Profi einzustellen, um Folgekosten zu vermeiden. Wenn Sie Ihr Dach selber decken oder selber bauen, dann haben Sie außerdem keine rechtliche Garantie, sollte Ihr Dach undicht sein.

Das häufigste Argument für einen Eigenbau ist der günstige Preis. Allerdings relativieren sich die Ersparnisse schnell, wenn Sie Fehler übersehen, versehentlich Wärmebrücken entstehen oder die Abschlüsse an Kamin und Dachfenster nicht dicht sind. Deswegen sollten Sie Ihr Dach nicht selber decken oder selber bauen.

 

Was muss bei der Dachdeckung beachtet werden?

Sobald Ihr Dachstuhl steht, können Sie anfangen, die Dachdeckung zu planen. Dafür ist es wichtig, dass Sie die Gesamtgröße der Dachfläche kennen, um so die Materialmenge zu bestimmen. Außerdem müssen Sie sich an den Feuerschutz sowie den Mindestabstand zum Nachbargebäude halten. Harte Deckungen, wie Schiefer oder Ton, erfordern einen geringeren Mindestabstand als weiche Deckungen wie Stroh oder Holz.

Wichtig ist zudem die Regeldachneigung. Bestimmte Dachdeckvarianten benötigen eine höhere Dachneigung. Eine Dacheindeckung mit Schiefer zum Beispiel ist bereits ab einem Winkel von 12 Grad möglich – jedoch nur mit einer Unterkonstruktion, also einem wasserdichten Unterdach.

 Gerade wenn Sie mit Schiefer decken wollen, haben Sie viele Möglichkeiten. Der Naturstein ist aus mehreren Gründen vorteilhaft:

  • emissionsarmer Abbau und Transport
  • Langlebigkeit von über 100 Jahren
  • edle Ästhetik
  • universelle Einsetzbarkeit
  • zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Materialien

 Sie können sich zwischen Deckunterlagen aus Holz oder nagelbarem Beton entscheiden und haben die Wahl aus vielen unterschiedlichen Farbvarianten von Schiefer:

  • Blaugrau
  • Rot/Rotbraun
  • Grün
  • Violett
  • Anthrazit
  • Schwarz

Die bunten Varianten sind jedoch nur als Schiefer der Marke ColorSIN® erhältlich.

Neben der Farbe des Schiefers spielt die Deckung eine große Rolle. Ob klassische Altdeutsche Deckung oder die individuelle Wilde Deckung, hängt allerdings nicht nur von Ihrem persönlichen Geschmack ab. Nicht jede Schieferart ist für jede Deckung geeignet und die unterschiedlichen Deckungen verlangen unterschiedliche Mindestdachneigungen, auf die Sie achten müssen.

 

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Ein professioneller Schieferdecker kann Ihnen bei der Wahl der für Sie passenden Deckung und Färbung eine große Hilfe sein. Vertrauen Sie nur zertifizierten Schieferdeckern, um die bestmögliche Qualität für Ihr Dach zu finden. Profis wissen, dass nur Schiefer aus dem gleichen Vorkommen verwendet werden darf , damit das Dach nicht fleckig wirkt.

 

Welche Dämmsysteme eignen sich für die Dacheindeckung mit Schiefer?

 Ob Sie sich dazu entschließen, Ihr Dach selber zu decken oder nicht, eine Dämmung brauchen Sie in jedem Fall. Das Aufsparrendämmsystem ThermoSklent® von Rathscheck bietet Ihnen in Verbindung mit dem Naturstein Schiefer einen ausgezeichneten Regenschutz. Schiefer an sich ist bereits wasserabweisend, aber das Dämmsystem sorgt für einen zusätzlichen Kälte- und Feuchtigkeitsschutz. Die Dämmelemente aus PUR/PIR-Hartschaum sind im Gegensatz zu herkömmlichen Dämmmaterialien wesentlich schmaler und können als plane Oberfläche verlegt werden. Dadurch ist die Dacheindeckung einfacher und zeitsparender.

 

Wie funktioniert die Eindeckung mit Schiefer?

Das Dach sollte immer von einem Experten gedeckt werden. Bei der Dacheindeckung werden die Schieferplatten an der Unterkonstruktion befestigt. Je nach Deckungsart und Dicke der Schiefersteine  wird der Schiefer mit zwei oder drei Schieferstiften oder -nägeln befestigt.

 


 Tipp: Ein geeignetes Werkzeug dafür ist zum Beispiel der Rathscheck DrillSklent®, bei dem nur ein geringer Kraftaufwand notwendig ist, um die Schrauben einzudrehen.


 

Eine ebenfalls zeitsparende Variante der Schieferdeckung ist das neuartige Rathscheck Schiefer-System powered by nulok.

Das Rathscheck Schiefer-System ist  ein einfaches System der Schieferdacheindeckung, bei der die Schieferplatten in ein vorher installiertes Zink-Aluminium-Balkenraster eingehängt werden. Zwischen den Platten befinden sich speziell designte wasserführende Verbinder, die gleichzeitig als Regentraufe fungieren. Die Mindesthöhenüberdeckung und Mindestseitenüberdeckung sind dadurch sehr gering, sodass Sie weniger Material benötigen.

Außerdem bietet das System den Vorteil, dass Solaranlagen direkt in die Dachdeckung eingebaut werden können, statt nachher auf das Dach gesetzt zu werden. Das Rathscheck Schiefer-System ist ein einfaches, sicheres und schnelles Verfahren, für das kein Schieferspezialwissen mehr notwendig ist.  

 

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© Bild: Rathscheck Schiefer