Einfamilienhaus bauen - worauf muss ich achten?

Einfamilienhaus_Rathscheck Schiefer

Der Bau eines Einfamilienhauses ist für viele Bauherren ein bedeutender Schritt in ihrem Leben und bestimmt über Jahre und Jahrzehnte hinweg die Wohnumgebung. Ist ein geeignetes Grundstück gefunden, müssen Haus- und Dachform ebenso wie die geeigneten Baustoffe ausgewählt werden.

In diesem Artikel haben wir für Sie Informationen zusammengestellt, die Ihnen auf dem Weg in die eigenen vier Wände von Nutzen sind.

Welches Baumaterial ist das richtige?

Die Auswahl an Baumaterialien für moderne Einfamilienhäuser ist vielfältig und richtet sich neben den bautechnischen Erfordernissen nach dem Geschmack und auch nach dem Geldbeutel des Bauherrn. Wenn Sie Ihr Einfamilienhaus über einen langen Zeitraum hinweg nutzen möchten, sollten Sie die Langlebigkeit der verwendeten Materialien mit in Ihr Kalkül einbeziehen. Die möglicherweise etwas höheren Kosten für langlebigere Materialien können sich über den gesamten Lebenszyklus eines Hauses hinweg bezahlt machen. Was zunächst als kostenintensive Lösung erscheint, entpuppt sich im Nachhinein nicht selten als die günstigere Lösung.

Ein weiterer wichtiger Aspekt moderner Einfamilienhäuser ist die Nachhaltigkeit. Das zunehmende Umweltbewusstsein spielt auch beim Bau eines Einfamilienhauses eine immer größere Rolle und viele Bauherren legen Wert auf umweltverträgliches Bauen. Nachhaltige, moderne Einfamilienhäuser können nicht nur aus nachwachsendem Holz, sondern auch aus mineralischen Baustoffen mit guter Ökobilanz wie beispielsweise Kalksandstein errichtet werden.

Welche Dachform passt zu einem modernen Einfamilienhaus?

Grundsätzlich lassen sich viele Dachformen in ein modernes architektonisches Gesamtkonzept einbinden. Beim Bau eines Einfamilienhauses kann ein klassisches Satteldach ebenso eine gute Figur machen wie ein Walmdach, ein Zeltdach oder ein Pultdach. Eine zusätzliche Giebelwand, die im rechten Winkel zur Gebäudeachse orientiert ist, kann einen interessanten optischen Akzent setzen. Das gleiche gilt für Gauben, deren Erscheinungsformen ebenso vielfältig wie die der Hauptdächer sind. Gauben sorgen zudem für zusätzliches Raumangebot im Dachgeschoss.

Welche Funktionen üben Dach und Fassade am Einfamilienhaus aus?

Das Dach eines Einfamilienhauses ist nicht nur ein gestalterisches Element, es erfüllt ebenso wie die Fassade eines Einfamilienhauses wichtige Schutzfunktionen. Zum einen bieten Dach und Fassade eines Einfamilienhauses Schutz vor Witterungseinflüssen wie Regen, Wind und Schnee. Zum anderen sorgen sie für die Wärmedämmung des Hauses. Das Dach und die Fassade eines Einfamilienhauses tragen dazu bei, dass die Heizenergie in der kalten Jahreszeit nicht unnötig an die Umgebung abgegeben wird. Im Sommer schützt die Dämmung das Haus vor eindringender Hitze.

Wie ist ein Dach aufgebaut?

Die Dächer an Wohngebäuden bestehen in der Regel aus Dachstuhl und Dachdeckung. Auf der obersten Geschossdecke eines Gebäudes wird der Dachstuhl errichtet. Er muss hinreichend stabil sein, um das Gewicht des Daches, aber auch sein eigenes zu tragen. Darüber hinaus muss es Witterungseinflüssen wie Wind- und Schneelasten standhalten.

Vom Dachstuhl getragen werden die Dämmung des Daches und die Dachhaut. Je nach baulichen Gegebenheiten kann die Isolierung unter den Dachsparren, dazwischen oder darüber verlegt werden.

Untersparrendämmung

Die günstigste Dämm-Variante ist die Untersparrendämmung. Dabei wird unterhalb der Sparren eine vollflächige Dämmschicht hergestellt. Der Nachteil der Untersparrendämmung ist der Raumverlust im Dachgeschoss. Bei einem modernen Einfamilienhaus ist die Dämmschicht nicht selten mehrere Dezimeter dick und entsprechend groß ist der Verlust an Wohnraum unter dem Dach.

Zwischensparrendämmung

Beim Bau eines Einfamilienhauses ist ebenso eine Zwischensparrendämmung möglich. Das Dämmmaterial wird passgenau in den Zwischenräumen der Sparren verlegt. Die Zwischensparrendämmung ist mit keinem Raumverlust verbunden, sie ist jedoch anfällig gegenüber der Ausbildung von Wärmebrücken.

Aufsparrendämmung

Die effizienteste Dachdämmung beim Bau eines Einfamilienhauses ist die Aufsparrendämmung. Dabei wird oberhalb der Sparren eine vollflächige Dämmschicht hergestellt. Die Aufsparrendämmung verursacht vergleichsweise hohe Kosten.

Die Dämmung wird zum Haus hin von einer nahezu luftundurchlässigen Dampfbremse begrenzt. Dadurch soll das Eindringen von warmer Raumluft in die Dämmung verhindert werden. Strömt dennoch Raumluft in die Dämmung ein, kühlt die Luft ab und es kann zur Bildung von Kondenswasser innerhalb der Dämmschicht kommen. Andernorts als Lebensspender höchst willkommen, können Wasseransammlungen in der Dämmung eines Hauses zum Wachstum von Schimmel und anderen schädlichen Mikroorganismen führen. Die Folgen können Schäden an der Bausubstanz und die gesundheitliche Beeinträchtigung der Bewohner sein.

Unterspannbahn

Nach außen hin wird die Dämmschicht von einer Unterspannbahn abgeschlossen. Die Beschaffenheit der Unterspannbahn ermöglicht es der überschüssigen Feuchtigkeit, aus der Dämmschicht nach außen hin zu entweichen. Zum Gebäudeinneren hin ist die Unterspannbahn wasserdicht, um das Eindringen von Niederschlagswasser zu verhindern.

Unterkonstruktion

Über der Unterspannbahn folgt die Unterkonstruktion der Dachhaut. Eine moderne Variante, die sich positiv auf das Raumklima im Gebäude auswirkt, ist der zweischalige Dachaufbau. Dabei wird zwischen Dämmschicht und Dachhaut ein Luftspalt hergestellt, durch den die Außenluft von der Traufe in Richtung First ungehindert zirkulieren kann. Auf diese Weise kann überschüssige Feuchtigkeit abgeleitet und Schäden am Gebäude vermieden werden. Darüber hinaus vermindert der Luftstrom das übermäßige Aufheizen des Daches im Sommer.

Womit wird das Dach eines Einfamilienhauses gedeckt?

Neben den Standard-Eindeckungen aus Tonziegeln oder Beton-Decksteinen kann eine hochwertige Dacheindeckung entscheidend zum attraktiven Erscheinungsbild eines Gebäudes beitragen. Eine Möglichkeit, die nicht nur optisch reizvoll, sondern auch besonders langlebig ist, ist die Eindeckung mit Schiefer.

Während dem Schiefer in der Vergangenheit häufig etwas Nostalgisches anhaftete, hat er in den letzten Jahrzehnten den Weg in die moderne Architektur gefunden. Weiterentwickelte und neu ersonnene Deckbilder stellen attraktive Gestaltungselemente am Dach, aber auch an der Fassade eines Einfamilienhauses dar. Im Trend liegen geometrische Deckbilder, die klaren Linien folgen. Um den Forderungen nach Wirtschaftlichkeit beim Bau eines Einfamilienhauses gerecht zu werden, sind die modernen Schiefer-Deckarten auf geringen Materialverbrauch und hohen Arbeitsfortschritt beim Verlegen ausgerichtet. Dadurch lassen sich die Herstellungskosten für das Dach eines Einfamilienhauses in Grenzen halten.

Kann ein Schieferdach rationell hergestellt werden?

Um Material- und Lohnkosten bei der Verlegung möglichst gering zu halten, werden moderne Schiefer-Eindeckungen bevorzugt aus einer einzigen Art von Decksteinen hergestellt. Sämtliche Schieferplatten haben die gleiche Größe und auch die gleiche Form. Das Behauen jeder einzelnen Schieferplatte ist nicht notwendig.

Das neue Rathscheck Schiefer-System powered by nulok ist die Innovation auf dem deutschen Schiefermarkt. Auf einer Unterkonstruktion aus Metallschienen werden rechteckige Deckelemente aus Schiefer verlegt. Das Resultat ist ein geordnetes Deckbild, das klaren horizontalen Linien folgt. Eine weitere Möglichkeit des Rathscheck Schiefer-Systems ist die Einbindung von Solar-Paneelen in das Dach eines Einfamilienhauses. Die Module fügen sich nahtlos in die Dachhaut ein und machen die störenden Aufbauten herkömmlicher Solaranlagen überflüssig.

 

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© Bild: Rathscheck Schiefer