Die KfW-Förderung hilft bei der Dachsanierung

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Sanierungen, insbesondere Dachsanierungen, können oftmals sehr teuer werden. Für Hausbesitzer ist ein modernes Dach mit einer adäquaten Dämmung allerdings sehr wichtig. Letztendlich können Sie mit einem gut gedämmten Dach eine Menge Energie sparen. Damit Sie bei diesem wichtigen Vorhaben nicht auf sich allein gestellt sind, gibt es Anlaufstellen wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die Ihnen mit speziellen KfW-Förderungen zur Dachsanierung und zinsgünstigen Krediten weiterhelfen kann.

Welche Maßnahmen bei der Dachsanierung können von der KfW gefördert werden?

Zu einer Dachsanierung gehören meist mehrere Maßnahmen. Diese Schritte haben generell zum Ziel, das Haus energieeffizienter zu gestalten: 

  • Installation von Photovoltaikanlagen und einer Solarthermie
  • neue Dacheindeckung
  • Erneuerung der Dachdämmung
  • Einbau neuer Dachfenster

Das Resultat dieser Maßnahmen muss stets die Steigerung der Energieeffizienz sein, um für eine KfW-Förderung für die Dachsanierung oder einen KfW-Kredit infrage zu kommen. Neben vielen anderen Vergünstigen lassen sich durch die Sanierungsmaßnahmen sehr viel Energie- und Heizkosten sparen. Das gesparte Geld kann wiederum für die Abzahlung eines solchen Kredites verwendet werden. Allerdings müssen Sie die KfW-Förderung für die Dachsanierung unbedingt vor dem Beginn der Sanierungsmaßnahmen bei der KfW beantragen. 

Finanzierung von Solarthermie- und Photovoltaik-Anlagen

Sowohl die Solarthermie als auch die Photovoltaik-Anlage benötigen Sonnenenergie. Dazu werden sie normalerweise auf dem Dach angebracht. Eine direkte KfW-Förderung für die Dachsanierung für solche Anlagen existiert allerdings nicht. Dennoch ist es möglich bei der KfW-Förderbank einen entsprechenden Kredit zu beantragen. Hierfür eignet sich zum Beispiel das KfW-Programm 270: Dieser ermöglicht einen maximalen Kreditbetrag von 50 Millionen Euro und eine Laufzeit von fünf bis 20 Jahren - sowohl für private Bauherren als auch für Unternehmen.
 

Dacheindeckung – Was beachten?

Sollte die Dacheindeckung undicht oder generell beschädigt sein, muss sie schnellstens erneuert werden. Ansonsten können binnen kurzer Zeit weitere Schäden wie zum Beispiel Schimmel im Dachstuhl und damit gesundheitliche Gefährdungen für die Bewohner die Folge sein. Beachten Sie, dass es nicht möglich ist, direkt eine KfW-Förderung für die Dachsanierung zu kommen.

Dachdämmung finanzieren mit der KfW-Förderung für die Dachsanierung

Wenn Sie allerdings eine KfW Förderung zur Dachdämmung beantragen, können noch einige begleitende Maßnahmen bezuschusst werden. Mit dem Förderprogramm 430 der KfW-Förderung für die Dachsanierung und den Kredit 151/152 lassen sich Arbeiten wie zum Beispiel eine neue Dachlattung, Dachrinnen, Sanierung und Modernisierung des Schornsteins u.v.m. finanzieren. 

Bei der Dachdämmung selbst hat sich besonders eine Aufsparrendämmung als praktisch erwiesen. Diese Art der Wärmedämmung gilt als außerordentlich energieeffizient. Weil keine Wärmebrücken mit undichten Übergängen vorhanden sind, geht nur wenig Wärme verloren. Darüber hinaus wird Ihnen kein Wohnraum weggenommen, weil diese spezifische Dämmung von außen angebracht wird.

KfW-Förderung für die Dachsanierung: Was wird von der KfW gefördert?

Sollten Sie eine KfW-Förderung für eine Wärmedämmung in Anspruch nehmen, kann Ihnen zwischen zehn und 25 Prozent der Kosten erstattet werden. Neben der KfW-Förderung zur Dachsanierung ist mit dem KfW-Kredit 151/152 eine Kreditsumme von 50.000 Euro möglich. Der effektive Jahreszins beträgt beim KfW-Kredit 0,75 Prozent. Außerdem können Sie mit einem Tilgungszuschuss rechnen, der die Kreditsumme und die Laufzeit reduziert. Sie müssen also nicht das gesamte Darlehen zurückzahlen. Bei Einzelmaßnahmen beträgt dieser Zuschuss 7,5 Prozent bzw. bis zu 3.750 Euro pro Wohneinheit. Bei einer Heizungs- oder Lüftungssanierung beträgt der Zuschuss sogar 12,5 Prozent oder bis zu 6.250 Euro. Höhere Zuschüsse werden nur beim Bau von Energieeffizienzhäusern gewährt.

KfW bei Einzelmaßnahmen und Dachdämmung

Wenn Sie nicht das gesamte Dach sanieren möchten, sondern lediglich die Dachdämmung modernisieren oder erneuern, können Sie ebenfalls einen entsprechenden Kredit oder eine KfW-Förderung zur Dachdämmung beantragen. Bei diesen Maßnahmen handelt es sich meist um eine Geschossdeckendämmung, eine Zwischensparren- oder Untersparrendämmung. Diese Arten der Dämmungen sind deutlich günstiger als die Außensparrendämmung. Sie haben allerdings den Nachteil, dass sie oftmals nicht gleichwertig energieeffizient sind. Außerdem nehmen sie Platz vom Wohnraum weg. 

Genauso wie bei der Außensparrendämmung steht Ihnen bei einer KfW-Förderung zur Dachsanierung das Programm 430 und der Kredit 151/152 der KfW zur Verfügung. Die Konditionen, also der effektive Jahreszins und die Tilgungszuschüsse, sind ebenfalls dieselben. 

Wer zahlt neue Dachfenster? Die KfW-Förderung für die Dachsanierung!

Da sich das Haus auch mit dem Einbau neuer Dachfenster energieeffizienter gestalten lässt, sollten Sie bei einer solchen Maßnahme ebenfalls das Programm 430 der KfW-Förderung für die Dachsanierung bzw. einen KfW-Kredit 151/152 in Anspruch nehmen. Auch hier beträgt die Kreditsumme höchsten 50.000 Euro und die Förderung ebenfalls zwischen zehn und 25 Prozent der Gesamtkosten. 


 Achtung: Bitte beachten Sie, dass Sie einen Energieberater benötigen, der Sie bei der Antragstellung, der energetischen Baubegleitung sowie der Abnahme unterstützt. Die Kosten müssen Sie in Ihren Finanzierungsplan einberechnen.


 

Was ist bei der Astbestsanierung zu beachten?

Astbestfasern im Baumaterial können schwere gesundheitliche Folgen haben. Hierzu gehören: 

  • Asbestose
  • Asthma
  • Lungenkrebs
  • Kurzatmigkeit

Häuser mit asbesthaltigen Materialien verlieren aus diesen Gründen schnell an Wert. Häuser, bei denen das Asbest vollständig entfernt wurde, gewinnen im Gegenzug wieder an Wert. Asbestfasern können vor allem gefährlich werden, wenn sie sich ablösen. Die Fasern sind für das bloße Auge unsichtbar, geraten aber in die Luft und schlimmstenfalls in die Atemwege, wenn am asbesthaltigen Material gearbeitet wird. Deswegen dürfen Sanierungen ausschließlich von Fachkräften vorgenommen werden, die alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Wie gefährlich ist Asbest wirklich?

Insbesondere Asbest, das schwach gebunden ist und sich meistens in älteren Isolierungen, Dämmungen, Dichtungen sowie Brandschutzverkleidungen finden lässt, kann gefährlich sein. Hier können sich die Asbestfasern ohne starke Fremdeinwirkung schnell ablösen und in die Luft des Wohnraums gelangen. Selbiges gilt für Asbest, mit dem Öfen und Kamine abgedichtet wurden. Stark gebundenes Asbest kann im Gegensatz zu schwach gebundenen Asbest nur gefährlich werden, wenn es von außen bearbeitet wird. Asbestfasern können in diesem Fall jedoch schon durch Bauarbeiten oder schlechten Wetterbedingungen freigesetzt werden. Asbest wurde auch beim Verbau von Dachplatten, Dachpfannen und Dach-Wellplatten verwendet.

Wie Asbest entfernen?

Ist Asbest einmal festgestellt worden, dürfen nur Spezialisten unter strengsten Vorsichtsmaßnahmen das betroffene Material entfernen und entsorgen. Hierbei werden Atemmasken und spezielle Schutzkleidung getragen. Die Fachkräfte müssen zudem staatlich geprüft sein.

Wie teuer ist die Asbestsanierung?

Je nachdem, wie groß das Dach ist, kann die Asbestsanierung recht teuer sein. Das liegt zum einem daran, dass eine ordnungsgemäße Sanierung nicht nur eine Asbestentfernung beinhaltet. Vielmehr sollten Sie auch mit einer kompletten Erneuerung der Dacheindeckung und einer Erneuerung der Dämmung rechnen. Ferner müssen Sie noch die Miete für ein Baugerüst sowie Material- und Entsorgungskosten für den Sondermüll mit einkalkulieren.

Der Sanierungsgutschein für die Asbestsanierung von Rathscheck Schiefer hilft dabei, die Kosten etwas zu reduzieren: Für sanierungsbedürftige Bauten in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es einen Zuschuss von bis zu 350 Euro - je nach Größe der zu sanierenden Dach- oder Fassadenfläche und je nach gewählter Deckart. Dieser Gutschein gilt auch, wenn Sie eine KfW-Förderung zur Dachsanierung bekommen.

Wer trägt die Kosten bei einer Asbestsanierung?

Im Gegensatz zu anderen Dachsanierungsarbeiten, besteht bei der Asbestsanierung keine direkte Möglichkeit für eine KfW-Förderung zur Dachsanierung. Allerdings können Sie diese Art der Sanierung von der Steuer absetzen: Zuvor müssen Sie sich allerdings über den TÜV oder die DEKRA ein amtliches Gutachten einholen. Dieses sollte dem Finanzamt verdeutlichen, dass eine Sanierung unbedingt notwendig war. Auf diese Weise können Sie die Sanierungskosten als außergewöhnliche Belastung absetzen.

Ist eine andere Form der KfW-Förderung zur Dachsanierung bei der Asbestsanierung möglich?

Sind mit der Asbestsanierung auch Maßnahmen verbunden, die zu einer Verbesserung der Energieeffizienz beitragen, sind allerdings KfW Förderungen für die Dachsanierung möglich. Es handelt sich hierbei spezifisch um Förderungen der KfW für Einzelmaßnahmen. Da in den meisten Fällen auch neue Dämmungen und neue Dacheindeckungen notwendig sind, sollte auch eine entsprechende KfW-Förderung oder ein entsprechender KfW-Kredit kein Problem darstellen. 

Sollten Sie sich allerdings für eine KfW-Förderung zur Dachsanierung entscheiden, können Sie die Handwerkerkosten nicht mehr von der Steuer absetzen. Dies ist normalerweise bei sogenannten Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten möglich.

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© Bild: Rathscheck Schiefer