Dacheindeckung: Das Gartenhaus mit Schiefer decken

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Wer kennt sie nicht, die großzügigen Grundstücke englischer Güter, wie sie in Serien wie „Downtown Abbey“ gezeigt werden? Oder die riesigen Parkanlagen in Sanssouci und Versailles? Doch es müssen nicht immer so große Rasenflächen sein, damit sich ein elegantes Gartenhaus lohnt. 

Schon auf kleineren Flächen können Gartenhäuser für frische Akzente sorgen. Bei der Größe und Gestaltung Ihres Gartenhauses sind Ihnen kaum Grenzen gesetzt. Werden sie dann noch mit Schiefer gedeckt, profitieren Sie in Ihrem Garten von einem hochwertigen Wohngebäude en miniature. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über Ihre Möglichkeiten mit einer Dacheindeckung aus Schiefer fürs Gartenhaus.

Dacheindeckung beim Gartenhaus – Die Varianten

Es gibt grundsätzlich verschiedene Varianten, die als Dacheindeckung beim Gartenhaus genutzt werden können. Hierzu gehören:

  • Bitumendächer: Diese Form der Dacheindeckung ist sehr schnell zu realisieren und besteht aus Dachpappe, die in teerähnlichen Bitumen getaucht wurde. Diese Dachplatten werden auf eine Unterkonstruktion geschraubt oder genagelt. Alternativ können die Bitumenplatten angeschweißt werden. Diese Methode wird häufig für Flachdächer auf Gartenhäusern oder Garagen eingesetzt. Dabei werden die Bitumenbahnen verlegt, anschließend mit einem Brenner erhitzt und miteinander verbunden.Die Nachteile dieser Dachvariante bestehen in der geringen Haltbarkeit und der meist mäßigen Optik. Wird das Bitumendach außerdem nicht entsprechend abgedichtet, kann es auf Dauer unter dem Einfluss der UV-Strahlung der Sonne porös und somit regendurchlässig werden.
  • Blechdächer: Eine Dachhaut aus Blech kann vor allem bei kleinen Gartenhäusern schnell angebracht und realisiert werden. Die Metallplatten werden versetzt auf eine Lattenkonstruktion geschraubt oder genagelt. Damit kein Wasser durch die Bohrlöcher dringen kann, verfügen Nägel oder Schrauben über Dichtungen. Als Materialien für die Dachschicht kommen die korrosionsbeständigen Metalle Edelstahl und Kupfer zum Zug. Seltener werden Zinkdächer eingesetzt.Klassischerweise bestehen Blechdächer aus drei Schichten, einem Profilblech, das oben aufliegt, einem Firstblech, mit dem der Dachfirst abgedeckt wird und einem Ortgangblech, das als Windschutz für das Profilblech dient.
    Die Nachteile von Blechdächern bestehen in der Veränderung der Optik des Materials. So erhält das glänzende Kupferdach nach einiger Zeit eine grünliche Patina. Auch Edelstahl wird im Laufe der Jahre dunkler. Dennoch sind diese Materialien sehr beständig und verfügen über eine relativ lange Lebensdauer. Allerdings sind die Gestaltungsmöglichkeiten eingeschränkt.
  • Ziegeldächer: Die Eindeckung mit Dachpfannen oder Dachschindeln aus Ton oder Beton erfolgt ähnlich wie bei großen Hausdächern. So benötigen Ziegeldächer eine Tragekonstruktion wie ein Sparrendach, auf welchen die Ziegel aufgelegt werden. Je nach Art der Nutzung des Gartenhauses kann eine zusätzliche Dämmschicht unter die Dachsparren gelegt werden. Die aufwändigere Aufsparrendämmung wird für Gartenhäuser eher selten genutzt. Der Vorteil der Ziegeldächer besteht in ihrer größeren Haltbarkeit. Kleine Schäden lassen sich schnell ausbessern. Allerdings ist der Aufwand für die Konstruktion deutlich höhere als bei Bitumen oder Blech für die Bedachung auf dem Gartenhaus.
  • Schieferdeckung: Die vermutlich optisch wie qualitativ hochwertigste Lösung zum Eindecken Ihres Gartenhauses ist ein Schieferdach. Vergleichbar mit einem kompletten Hausdach können Sie auch Ihr Gartenhaus in vielen verschiedenen Deckungsarten gestalten lassen. Darüber hinaus stehen Ihnen verschiedene Schiefersteine zur Verfügung.

Die Vorteile einer Schieferdeckung beim Gartenhaus

Wenn Sie das Dach Ihres Gartenhauses mit Schiefer decken lassen, kommen Sie in den Genuss zahlreicher Vorteile:

  • Langlebigkeit: Schieferplatten am Dach sind auf natürliche Weise sehr robust gegenüber Witterungseinflüssen. So werden Sie viele Jahrzehnte Freude an dieser Dachdeckung haben.
  • Individualität: Mit Schiefer können Sie viele verschiedene Deckungsarten realisieren. Dabei können geneigte Dächer in unterschiedlichen Formen vom Zelt- bis zum Mansardendach oder altdeutschen Dach mit Schiefer gedeckt werden. Durch die Wahl unterschiedlicher Größen der Schiefersteine entsteht eine Vielzahl an möglichen Varianten.
  • Dämmeigenschaften: Schiefer ist ein Stein, der von Natur aus viele Eigenschaften mitbringt, die von modernen Baustoffen gefordert werden. So trägt Schiefer zur Dämmung von Gebäuden bei, hält Hitze ab und sorgt dafür, dass kein Regen ins Gebäudeinnere dringt.

Voraussetzungen für die Schieferdeckung

Damit Sie Ihr Gartenhaus mit Schiefer gestalten lassen können, muss es eine ausreichende Dachneigung aufweisen. So wendet das Handwerk für alle Schieferdächer feste Regeln an und legt Mindestdachneigungen abhängig von der Deckungsart und der Lage der Gebäude fest.

Empfehlenswert ist es, diese Planung nicht dem Zufall zu überlassen, denn für die Sicherheit und Haltbarkeit des Daches muss dessen Statik unbedingt garantiert sein. So ist für das Schieferdach auf dem Gartenhaus unbedingt eine stabile Unterkonstruktion nötig. Darüber hinaus muss abgeklärt sein, dass das kleine Gebäude die Last eines Schieferdaches tragen kann.

In der Regel sind deshalb Gartenhäuser in Leichtbauweise weniger für eine Eindeckung mit Schiefer geeignet.

Professionell planen lassen und Genehmigungen einholen

Da es sich bei einer Schieferdeckung um ein komplexeres Handwerk handelt, ist bei klassischen Deckarten die professionelle Planung vom Fachmann erforderlich. Nur so ist sichergestellt, dass die Dachfläche optisch einwandfrei ausgeführt wird und den Sicherheitsanforderungen entspricht. Zudem kann in diesen Planungen auch abgeklärt werden, ob eine Dämmung gewünscht ist. Denn je nach Größe und Lage des Gebäudes kann ein Gartenhaus auch als Gästehaus verwendet werden. In diesem Fall sollte unbedingt eine adäquate Dämmung erfolgen.

In einem weiteren Schritt ist die Unterstützung durch den Profi sinnvoll, denn in Deutschland ist es nicht ohne Weiteres möglich, ein Gartenhaus zu errichten. Hierfür müssen die hiesigen Bauordnungen sowie Bebauungspläne berücksichtigt werden. Da es sich dabei um föderale Regelungen handelt, sind die Voraussetzungen für eine erforderliche Baugenehmigung von Bundesland zu Bundesland und je nach Bebauungsplan von Gemeinde zu Gemeinde verschieden.

Infobox: Wenn Sie ohne Baugenehmigung bauen, kann das bei einer Kontrolle sehr teuer werden. Die von der jeweiligen Behörde erhobenen Bußgelder richten sich nach den Kubikmetern umbautem Raum. Wer zum Beispiel in Brandenburg keine Baugenehmigung für genehmigungspflichtige Gebäude einholt, kann bei einem Volumen von bis zu 100 Kubikmetern mit bis zu 10.000 Euro Strafe belangt werden.

Ablauf einer Dacheindeckung beim Gartenhaus

Wenn Sie ein Gartenhaus mit Schiefer eindecken lassen wollen, wird zunächst ein Fachmann bemüht, der die örtlichen Gegebenheiten prüft sowie Ihre Wünsche aufnimmt. Danach erfolgt die Planung und Konzeption unter Berücksichtigung der örtlichen Regelungen. Anschließend wird eine Baugenehmigung beim zuständigen Bauamt eingeholt.

Schließlich wird das Gartenhausdach wie das Dach eines Wohnhauses professionell eingedeckt. Je nach Größe und Höhe des Gartenhauses kann auch eine Einrüstung erforderlich sein.

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Foto: @ Rathscheck Schiefer