Dachbaustoffe: Warum diese Materialien als Dacheindeckung?

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Ein ordentlich gedecktes Dach sorgt nicht nur für Schutz und Geborgenheit, sondern hat auch eine ästhetische Wirkung. Je nach Budget und erforderlichen Eigenschaften können Sie Ihr Dach beispielsweise mit Tondachziegeln, Schiefer oder Dachplatten aus Aluminium eindecken. Welche weiteren Dachbaustoffe es gibt und wie sie sich unterscheiden, erläutern wir Ihnen in diesem Beitrag.


Welche Materialien gibt es?

Grundsätzlich können Dachbaustoffe beziehungsweise das Material zum Dachdecken in vier Kategorien eingeteilt werden: Es gibt die natürlichen Dacheindeckungen wie Schiefer, Schilf (Reet), Tondachziegel und Bitumenschindeln. In die Gruppe der Metalle gehören Dachplatten aus Aluminium, Titanzink oder Kupfer. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Ihr Dach mit einem Verbundwerkstoff einzudecken: den Faserzementplatten. Des Weiteren gibt es künstliche Materialien wie Betonziegel und Kunststoff. Andere moderne Entwicklungen im Bereich des Dach decken sind das Glasdach und die direktdeckenden Solarmodule.

Worin unterscheiden sich die Dachbaustoffe?

Die Dachbaustoffe variieren nicht nur in ihrer Zusammensetzung, sondern auch im Gewicht, in der Lebensdauer, in den Kosten und in weiteren Eigenschaften. Die einzelnen Punkte stellen wir Ihnen in den nachfolgenden Tabellen vor:

Dachbaustoffe und ihre Eigenschaften

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merkmale und lebensdauer von dachbaustoffen 


Welche Materialien sind für welches Dach geeignet?

Die meisten Materialien um das Dach neu zu decken, können für alle gängigen Neigedächer verwendet werden. Eine Übersicht dazu finden Sie in der folgenden Tabelle. Insbesondere schwere Dachbaustoffe benötigen eine stärkere Neigung, sonst kann die Dachkonstruktion das Gewicht nicht tragen. Da die Werte je nach Material sehr schwanken können, ziehen Sie einen Fachmann hinzu, der Sie entsprechend beraten kann.

Dachneigung

dachneigung für dachbaustoffe


Welldächer aus Kunststoff werden vorrangig auf Carports, Gartenhäuschen und Unterstellplätzen, zum Beispiel für Brennholz, montiert. Sie eignen sich weniger für Wohngebäude. Glasdächer dienen oftmals zur Überdachung von Terrassen, Wintergärten oder Carports, aber können dank moderner Technik auch größere Flächen überbrücken und zum Dach decken genutzt werden.

Schiefereindeckungen finden sich unter anderem auf historischen Gebäuden und komplizierten Dachkonstruktionen. Auch im privaten Hausbau erfreut sich die Schieferdeckung immer größerer Beliebtheit. Schieferplatten auf dem Dach überzeugen mit einer äußerst langen Lebensdauer sowie wertiger Optik. Besonders die ökologische Unbedenklichkeit überzeugt viele Hausbesitzer von einer Schieferdeckung. Betonziegel und Dachziegel aus Ton prägen das Bild vieler Eigenheimsiedlungen. In diesem Zusammenhang sollten Sie die kommunalen Vorgaben zur Dacheindeckung prüfen. Die örtlichen Bebauungspläne sorgen dafür, dass ein einheitlicher Siedlungscharakter in einem vorgegebenen Gebiet entsteht und erhalten bleibt. Einige dieser Pläne geben sehr strenge Richtlinien vor, wie die Dachform, die Dachneigung, die Dacheindeckung, das Dachdeck-Material und die Dachfarbe. In anderen Kommunen haben Sie als Bauherr bei der Neueindeckung oder der Dachsanierung mehr Spielraum.

Wie viel kosten die verschiedenen Baustoffe fürs Dach?

Hier gibt es große Unterschiede. Bevor Sie eine Entscheidung für ein Material zum Dach decken treffen, kalkulieren Sie nicht nur den Preis pro Quadratmeter für die Eindeckung ein, sondern auch eventuelle Wartungskosten sowie die Lebensdauer der Dachziegel oder -platten. Diese kann mitunter stark schwanken, beträgt sie doch teilweise nur etwa 25 Jahre, wohingegen eine Schieferdeckung problemlos 90 bis 100 Jahre überdauern kann. Wie bereits erwähnt, spielt auch die notwendige Unterkonstruktion – Dachstuhl, Lattung, Konterlattung und Schalung – eine große Rolle.

Leichte Materialien wie Kunststoff und Metall kommen teilweise sogar ohne Unterkonstruktion aus oder können auf einen leicht konstruierten Dachstuhl aufgesetzt werden. Dies senkt die Kosten für eine Dacheindeckung zusätzlich.


Dachbaustoffe und ihre Kosten

quadratmeter preis dachdeckung material** Pro Kilowattpeak (= 1000 Watt) ist eine Dachfläche von 10 Quadratmetern notwendig. Eine 4-köpfige Familie benötigt etwa 4000 kWh pro Jahr. Diese können mit vier Kilowattpeak gedeckt werden.


Viele Materialien sind für eine Dacheindeckung geeignet

Sie haben eine ganze Reihe an Möglichkeiten, um Ihr Dach einzudecken. Für welches Material Sie sich entscheiden, ob Dachsteine, Dachziegel, Dachplatten, Dach-Schieferplatten oder ein anderer Baustoff, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab, die Sie bei der Planung bedenken sollten:

  • Dachfläche und -neigung
  • vorhandene und/oder zu errichtende Dachkonstruktion
  • kommunale Bebauungspläne
  • Budget
  • persönlicher Geschmack

Ein hochwertiges Dach bedeutet immer auch eine Wertsteigerung Ihrer Immobilie. Es lohnt sich daher, der Krone Ihres Hauses besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Eine einheitliche Schieferdeckung als Material beim Dachdecken bietet beispielsweise ein sehr gepflegtes, ansprechendes Bild und wertet Ihr Heim enorm auf.

Wenn Sie nicht nur Ihre Dacheindeckung erneuern wollen, sondern die Dachdämmung Ihres Einfamilienhauses oder Altbaus verstärken möchten, können Sie verschiedene staatliche und private Fördermittel beantragen. Dadurch lassen sich die Kosten für eine vollständige Dachsanierung erheblich senken und Sie erhalten eine energetisch vorteilhafte Dämmung für Ihr Dach.

 

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