Bedachungen: Welche Möglichkeiten habe ich bei der Dacheindeckung?

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Das Dach trägt wesentlich zum Erscheinungsbild des Hauses bei. Zudem sorgt es dafür, dass Sie sich zuhause wohlfühlen und vor allen Witterungen geschützt sind. Steht eine Dacherneuerung an oder generell ein Neubau, dann kommen viele Fragen zu den Möglichkeiten der Bedachungen auf. Je nach Budget und Geschmack können Sie aus verschiedenen Materialien und Einbausystemen wählen. Aufgrund der Vielfalt ist es empfehlenswert, sich gut zu informieren und sich mit einem professionellen Fachbetrieb abzustimmen.

Welches Bedachungsmaterial kommt für moderne Bedachungen infrage?

Für Bedachungen können unterschiedliche Materialien verwendet werden. Sehr häufig werden klassische Dachziegel oder Dachplatten benutzt. Doch auch Metalldächer und Bedachungen aus Naturstein bieten viele Vorteile. Absolut im Trend liegt Schiefer, der mit einer überdurchschnittlichen Lebensdauer begeistert.

Diese Bedachungsmaterialien werden häufig gewählt:

  • Tondachziegel– Dachziegel gehören zu den traditionellen Bedachungen. Sie sind seit mehreren Tausend Jahren im Einsatz. Es gibt eine sehr große Auswahl an Ziegelarten, mit welchen Sie alle Arten von Dächern eindecken können.
  • Beton–Beton ist sehr robust und witterungsbeständig, zudem kostengünstig. Dafür können Betondächer in der Optik und Lebensdauer nicht mit einem Schieferdach mithalten.
  • Metall – Metalldächer bestehen aus Aluminium, Zink, Kupfer oder Edelstahl. Sie gelten als modern, pflegeleicht und wartungsarm. Allerdings sind sie wegen ihrer schlechten Ökobilanz umstritten.
  • Reet– Reetdächer sind sehr teuer, dafür edel und natürlich. Sie müssen regelmäßig gewartet und erneuert werden. Dafür sorgen sie für ein hervorragendes Wohnklima.
  • Schiefer– Schiefer ist ein natürliches Material, das ebenfalls seit sehr langer Zeit als Bau- und Werkstoff benutzt wird. Es zeichnet sich durch seine robuste und widerstandsfähige Qualität aus. Schieferdächer können bis zu 100 Jahre alt werden.

Bei der Wahl des Deckmaterials sollten Sie überprüfen, ob in Ihrem Ort das gewünschte Material überhaupt zugelassen ist. Teilweise schreiben Gemeinden vor, wie eine Dachdeckung auszusehen hat. Wenn alle Dächer im Umkreis gleich aussehen, können Sie damit rechnen, dass es Vorgaben gibt. Ob Sie sich mit Ihrem neuen Dach optisch abheben dürfen, können Sie beim zuständigen Bauamt erfragen.

Können Bedachungen finanziell gefördert werden?

Die Bedachung bezeichnet nicht nur die sichtbaren Elemente auf dem Dach. Sie beinhaltet die Planung und Durchführung geeigneter Holz- und anderer Konstruktionen, eventuell weitere Eindeckungen, Dämmungen, Verschalungen oder Dachlattungen. Wenn dann noch Fenster, Gauben oder Dachausstiege dazukommen, steigen die Kosten. Daher ist es ratsam, sich verschiedene Kostenvoranschläge zukommen zu lassen, in denen alle Posten aufgelistet sind.

Ohne Zweifel sind die Kosten für ein neues Dach sehr hoch, zumal der Bund auch eine hochwertige Dämmung vorschreibt. Sie erhalten als Eigentümer einen finanziellen Zuschuss, wenn das Dach energetisch saniert wird. Ihnen steht dann ein einmaliger Betrag zu oder ein niedrig verzinster Kredit mit langer Laufzeit. Verschiedene Anlaufstellen wie die KfW-Bank oder die Länder und Kommunen können Ihnen Auskunft erteilen, welche Kriterien für den jeweiligen Zuschuss zu erfüllen sind.

Welchen Vorteil bietet mir ein Schieferdach?

Dachplatten aus Schiefer haben eine stabile Struktur, die sehr fest und kaum porös ist. Das sind optimale Voraussetzungen, um gegen jegliche Witterung gewappnet zu sein. Gleichzeitig überzeugen sie mit einer äußerst langen Lebensdauer. Aufgrund ihrer Festigkeit können sie bis zu 100 Jahre alt werden, bevor Schiefer-Bedachungen rundum erneuert werden müssen. Angesichts dieser Lebensdauer sind die Kosten für ein neues Schieferdach im Vergleich gering. Sie können davon ausgehen, dass Sie in den nächsten Jahrzehnten höchstens Wartungsarbeiten vornehmen müssen. Da sich die einzelnen Schieferplatten austauschen lassen, bleiben diese Kosten übersichtlich.

Ein weiterer Vorteil ist die Spaltbarkeit des Gesteins. Dachplatten aus Schiefer können an jeder noch so verwinkelten Stelle auf dem Dach verlegt werden. Sie können von einem professionellen Dachdecker einfach entsprechend zugerichtet werden. Dank dieser Eigenschaft eignet sich Schiefer auch für individuelle Bedachungen mit besonderen Mustern oder eingearbeiteten Ornamenten.

Die Ökobilanz von Schiefer-Dachplatten überzeugt ebenfalls. Das natürliche Sediment gibt es hierzulande in großen Vorkommen, sodass kein weiter Import notwendig ist. Beim Austausch von Schieferplatten oder dem Abbau von Schieferdächern fällt kaum Sondermüll an. Schiefer kann fast komplett wiederverwertet werden.

Die Vorteile von Schiefer-Bedachungen überzeugen immer mehr Eigentümer:

  • sehr lange Haltbarkeit bis zu 100 Jahre
  • hohe Festigkeit
  • kaum porös
  • leicht spaltbar und somit für „schwierige“ Dächer einsetzbar
  • schöne Ästhetik
  • witterungsbeständig
  • individuelle Bedachungen möglich
  • erhältlich in verschiedenen natürlichen Farben

 

Wie können Schieferplatten verlegt werden?

Schiefer-Dachplatten werden unterschiedlich eingedeckt. Je nach Dachaufbau und Konstruktion können Sie sich für eine von 250 verschiedenen Verlegetechniken entscheiden, die Ihrem Dach das besondere Etwas verleihen. Möchten Sie sich komplett von anderen unterscheiden, dann wählen Sie einen Fachbetrieb mit fähigen Dachdeckern, die Bedachungen aus Schiefer individuell anfertigen.

Über die Jahrzehnte haben sich einige Deckarten etabliert, die noch heute gern gewählt werden:

  • Rechteck-Deckung
  • Schuppendeckung
  • Altdeutsche Deckung
  • Bogenschnittdeckung
  • Dekorative Deckung

Fast alle Bedachungen benötigen eine stabile Vollverschalung aus Holz, auf der das Dämmmaterial und die Schieferplatten befestigt werden. Für wenige Bedachungen wird nur eine Lattung benötigt. Neuartig ist das Rathscheck Schiefer-System powered by nulok. Dieses Einbausystem kommt ohne eine Holzkonstruktion aus. Auf dem Dachstuhl wird eine sehr robuste, wetterfeste Plane gelegt. Neben der Konterlattung  werden Metalltragprofile verlegt, auf denen die Dachplatten befestigt werden. Diese müssen nicht mehr doppelt überlappend verlegt werden, da zwischen die Schienen ein wasserführender Verbinder  integriert wird. Vorteile dieses innovativen Systems sind:

  • Sie sparen Kosten, da weniger Material und Arbeitszeit benötigt wird.
  • Die Bedachungen mit dem Rathscheck Schiefer-System sind wartungsarm und langlebig.
  • Es können Solar-Einsätze integriert werden.
  • Eine hochwertige Dämmung kann eingearbeitet werden.

 

Welche Vorteile habe ich, wenn Bedachungen vom Fachbetrieb durchgeführt werden?

Ein Fachbetrieb, der traditionell mit Schiefer arbeitet, verfügt über kompetente Dachdecker, die verschiedene Verlegetechniken beherrschen. Diese sind sehr komplex, sodass entsprechendes Know-how und Erfahrung wichtig sind. Nicht jeder Dachdecker beherrscht die Kunst des Schiefer-Verlegens. Daher sollten Sie auf der Suche konkret nach Schiefer-Bedachungen suchen. Lassen Sie sich transparente und detaillierte Kostenvoranschläge geben, um einen Überblick über die Kosten zu behalten.

Haben Sie sich für einen Fachbetrieb entschieden, können Sie Teile der Arbeit steuerlich geltend machen und absetzen. Nachdem die neue Bedachung eingerichtet wurde, steht Ihnen der gewählte Fachbetrieb noch weiter für Wartungsarbeiten zur Verfügung.

 

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© Bild: Rathscheck Schiefer